Information zu Legalisierungen

Legalisierung von Dokumenten
Ausländische Dokumente müssen auf jeden Fall legalisiert werden, damit sie in Spanien Gültigkeit haben.​

30.04.2013


Legalisierung von Dokumenten


Ausländische Dokumente müssen auf jeden Fall legalisiert werden, damit sie in Spanien Gültigkeit haben. Falls keine internationalen Abkommen, Verträge oder Vereinbarungen bestehen, müssen solche Legalisierungen, je nach dem, in welchem Land das Dokument ausgestellt wurde, nach einem der beiden folgenden Verfahren vorgenommen werden:

  1. a. Haager Apostille. Nach dem Abkommen von Den Haag vom 5. Oktober 1961 ist die einzige Formalität, die für Dokumente aus den Unterzeichnerstaaten dieses Abkommens gefordert werden, der Stempel mit der Apostille, die von der zuständigen Behörde des Staates, aus dem das Dokument stammt, darauf angebracht wird. Diese Apostille ist direkt und bei jeder Behörde in Spanien gültig.
  2. Der diplomatische Weg. Dieses Verfahren wird für die Legalisierung von ausländischen standesamtlichen, notariellen und verwaltungsmäβigen Dokumenten aus Ländern angewendet, die das Abkommen von Den Haag nicht mit unterzeichnet haben.


Haager Abkommen vom 5. Oktober 1961


Nach dem Abkommen ist eine Legalisierung öffentlicher Dokumente aus dem Ausland nicht mehr notwendig, wenn diese in den Ländern ausgestellt wurden, die dieses Abkommen unterzeichnet haben (Spanischer Staatsanzeiger Nr. 229 vom 25.09.1978, Nr. 248 vom 17.10.78 und Nr. 226 vom 20.09.84).


• Deutschland
• Ecuador
• Liberia
• Slowakische Republik
• Andorra
• El Salvador
• Liechtenstein
• Rumänien
• Antigua und Barbuda
• Slowenien
• Lituanien
• Russische Föderation
• Argentinien
• Spanien
• Luxemburg
• Samoa
• Armenien
• Vereinigte Sttaten Von Amerika
• Macao
• St. Kitts und Nevis
• Australien
• Estland
• Mazedonien
• San Marino
• Österreich
• Fidji-Insel
• Malawi
• San Vicent und die Grenadinen
• Republik Aserbaidschan
• Finland
• Malta
• Santa Lucia
• Bahamas
• Frankreich
• Marshall Insel
• Serbien
• Montenegro
• Barbados
• Grenada
• Insel Maurizius
• Seychellen
• Weissrussland
• Griechenland
• Mexiko
• Südafrika
• Belgien
• Honduras
• Monaco
• Schweden
• Belize
• Hong-Kong
• Namibien
• Schweiz
• Bosnien-Herzegowina
• Ungarn
• Insel Niue
• Suriname
• Botswana
• Irland
• Norwegen
• Swaziland
• Brunei-Darussalam
• Island
• Neu Selland
• Tonga
• Bulgarien
• Israel
• Niederlande (*)
• Trinidad und Tobago
• Zypern
• Italien
• Panama
• Türkei
• Kolumbien
• Japan
• Polen
• Ukraine
• Cook Insel
• Kasachstan
• Portugal (*)
• Venezuela
• Kroatien
• Lesotho
• Gross Britannien (*)
• Dominika
• Tschechische Republik


(*) Nach Ausdehnung angewendet auf:

  • GROSS BRITANNIEN: Anguila, Jersey, Guernsey, Isle of Man, Bermudas, Britische Antarktis, Cayman Inseln, Falkland Inseln, Gibraltar, Montserrat, St. Helena, Turks und Caicos Inseln und Virgin Inseln.
  • NIEDERLANDE: Niederländische Antillen und Aruba
  • PORTUGAL: das gesamte Territorium der Republik.

 


Modell der Apostille


Die einzige Formalität, die zur Bescheinigung der Echtheit einer Unterschrift, der Eigenschaft, in der der Unterzeichner eines öffentlichen Dokuments aufgetreten ist und, ggf. die Identität des Siegels oder Stempels oder der Urkunde notwendig ist, ist die „Apostille“, die von der zuständigen Behörde des Staates ausgestellt wird, aus dem das Dokument stammt.


Modell:


Quadratischer Stempel mit einer Mindestgröβe von 9 x 9 cm. (Art. 6 des Haager Abkommens).
                                                   APOSTILLE
                          (Convention de La Haye du 5 octobre 1961)
1. Land ......................................................................
Diese öffentliche Urkunde
2. ist unterschrieben von ...................................................
3. in seiner Eigenschaft als ...........................................
4. sie ist versehen mit dem Siegel/Stempel ...............................
Bestätigt
5. in ........................................... 6. am ...............................
7. durch ......................................................................
8. unter Nr. ........................................................
9. Siegel/ Stempel: 10. Unterschrift .......................

 

Zuständige Beamte in SPANIEN für die Anbringung der Apostille


1. Dokumente von einer Behörde oder einem Beamten, die mit einer staatlichen Gerichtsbarkeit in Verbindung stehen, einschließlich Dokumente von Ministerien oder von einem Justizsekretär, -beamten oder Gerichtsvollzieher.


2. Dokumente von einer Behörde oder einem Beamten, die mit einer staatlichen Gerichtsbarkeit in Verbindung stehen, einschließlich Dokumente von Ministerien oder von einem Justizsekretär, -beamten oder Gerichtsvollzieher.
o Regierungssekretär des Obersten Gerichtshofs der entsprechenden autonomen Gemeinschaft.


3. Dokumente mit notarieller Beglaubigung und private Urkunden, deren Unterschriften notariell beglaubigt worden sind.
o Präsident oder Vorstandsmitglied der jeweiligen Notariatskammer.


4. Dokumente, die von den Behörden und Beamten der Zentralregierung ausgestellt wurden (einschließlich Zentralstandesamt).
o Justizministerium. C/ San Bernardo, 45, Eingang in C/ Manzana, 2. 28071 MADRID. Tel.: 913 902 011


5. Andere öffentliche Dokumente
o Bezüglich der öffentlichen Dokumente der übrigen Regierungsbehörden, mit Ausnahme derjenigen, die von Organen der Zentralregierung ausgestellt wurden, können diejenigen, die an der Ausstellung der Apostille interessiert sind,sich nach freier Wahl für Verfahren 1) oder 2) entscheiden.

(Spanischer Staatsanzeiger Nr. 248 vom 17.10.78 und Spanischer Staatsanzeiger Nr. 17 vom 19. 01. 79)

 

Diplomatische Legalisierung


Sie wird in den restlichen Ländern, die nicht das Haager Abkommen vom 5. Oktober 1961 unterzeichnet haben, angewandt.
Je nach der Art der öffentlichen Urkunde, die in Spanien zu legalisieren ist, gibt es folgende Legalisierungsarten:

 

Gerichtsweg:

Dieser Weg wird für gerichtliche Dokumente verwendet (richterliche Entscheidungen, Verfügungen, Urteile, Gerichtsakten von Prozess- und Zeugenhandlungen aller Art, die von den Gerichtssekretären ausgestellt werden) und für Urkunden, die sich auf den Familienstand beziehen (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden, Bescheinigungen zur Ehefähigkeit, Lebensbescheinigung, Personenstandsurkunde, etc.).


Notwendige Schritte:

1. Präsidium des Obersten Gerichtshofs der entsprechenden autonomen Gemeinschaft.
2. Justizministerium.
3. Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit
4. In Spanien akreditierte diplomatische/ konsularische Vertretung des Landes, in dem das Dokument Gültigkeit erlangen soll.

 


Notarieller Weg:

 

Dies gilt für öffentliche Urkunden, Notariatsprotokolle und im Allgemeinen für jedes Dokument, das von einem Notar beurkundet wird, unabhängig davon, ob es sich um ein Original, eine Kopie oder eine beglaubigte Abschrift handelt, sowie für notarielle Legitimierungen und Legalisierungen von Unterschriften.


Notwendige Schritte:
1. Zuständige Notariatskammer
2. Justizministerium
3. Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit
4. In Spanien akreditierte diplomatische/ konsularische Vertretung des Landes, in dem das Dokument Gültigkeit erlangen soll.

 


Urkunden zu Ausbildung und Studium:

Ihre Legalisierung wird von einem speziellen Vorschriftenwerk geregelt (Verordnung des Bildungs- und Kulturministeriums vom 16. April 1990. Spanischer Staatsanzeiger Nr. 94 vom 19. April.)

 


Dokumente der Allgemeinen Staatsverwaltung und ihrer autonomen Organismen:

Zur Legalisierung von Unterschriften auf Dokumenten, die von der Allgemeinen Staatsverwaltung und ihrer autonomen Organismen reicht es aus, dass die zu legalisierende Unterschrift von den zuständigen Ämtern des jeweiligen Ministeriums anerkannt wird.

Die zuständigen Dienste in jeder Ministerialabteilung müssen in diesem Ministerium eine anerkannte Unterschrift für ihre spätere Legalisierung haben.

 

Dokumente der regionalen Verwaltungsstellen:


• Autonome Gemeinschaften
Wenn die autonome Gemeinschaft Regelungen für ein solches Verfahren getroffen hat, werden die Legalisierungen in dem Organismus vorgenommen, der in der jeweiligen Vorschrift festgelegt ist. Danach geht es im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit weiter und zuletzt in der diplomatischen/ konsularischen Vertretung des Landes, in dem das Dokument Gültigkeit haben soll.


• Kommunale Einrichtungen
Hier können die folgenden drei Verfahren verwendet werden:
1. Gerichtsweg
2. Notarieller Weg
3. Bei der Generaldirektion für Komunalverwaltung (Stellvertretende Generaldirektion der komunalen Gerichtsbarkeit) des Ministeriums für Öffentliche Verwaltungen, wo die Unterschrift auf dem Dokument anerkannt wird.
Die Unterschriften dieser Generaldirektion sind beim Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit zur Anerkennung hinterlegt und die Unterschriften dieses Ministeriums bei der diplomatischen/ konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Dokumente Gültigkeit haben sollen.

 


Private Urkunden:

Die Unterschriften auf solchen Dokumenten werden über den „notariellen Weg“ legalisiert.

Bescheinigungen von Grundbüchern und Handelsregistern, Bescheinigungen von Berufskammermitgliedern und andere Dokumente:

Für die Legalisierung von Bescheinigungen aus Grundbüchern und Handelsregistern, von Berufskammermitgliedern (Ärzten, Tierärzten, etc), Kammern (Handels-, Industrie-, Schiffarts-, Buchkammer etc.), Bankwesen (Spanische Staatsbank und Bankinstitute) etc., erhalten Sie Auskunft bei der Abteilung für Legalisierungen des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit, Tel. 91 379 16 06 (08) (09).

  • TWITTER
  • FACEBOOK
  • YOUTUBE
  • FLICKR
  • Instagram
  • Twitter SpainMFA
  • BLOGS
  • ATLAS DE REDES SOCIALES
  • PARTICIPACIÓN CIUDADANA
  • TRANSPARENCIA
  • MAEC / Sede Palacio de Santa Cruz
    Plaza de la Provincia, 1
    28012 MADRID
    Tfno: 91 379 97 00
  • MAEC / Sede Palacio de Viana
    Duque de Rivas, 1
    28071 MADRID
    Tfno: 91 379 97 00
  • MAEC / Sede Torres Ágora
    Serrano Galvache, 26
    28033 MADRID
    Tfno: 91 379 97 00
  • AECID
    Avda. Reyes Católicos, 4
    28040 MADRID
    Tfno: 91 583 81 00 / 01
    Fax: 91 583 83 10 / 11
  • Dirección General de Españoles en el Exterior y de Asuntos Consulares y Migratorios
    C/ Pechuán, 1
    28002 MADRID
    Tfno: 91 379 17 00
Gobierno de España
©Ministerio de Asuntos Exteriores y Cooperación
Portal gestionado por la Dirección General de Comunicación e Información Diplomática